MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Der Bann ist gebrochen: Nicolò Bulega erlöst Ducati

Von Friedemann Kirn
Sieger Nicolo Bulega mit Aruba-Chef Stefano Cecconi

Sieger Nicolo Bulega mit Aruba-Chef Stefano Cecconi

Nicolò Bulega aus dem Aruba-Team fuhr im chaotischen ersten Supersport-Lauf auf Phillip Island zu einem historischen Start-Ziel-Sieg – für sich selbst und das Ducati-Werk.

Beim ersten Start des wegen der Wetterkapriolen zweimal abgebrochenen und zweimal neu gestarteten Rennens sank dem 23-jährigen Italiener noch das Herz, denn er kam schlecht weg, fiel mit Slicks auf feuchter Piste bis fast ans Ende des Feldes zurück und hatte «keinerlei Gefühl» für sein Motorrad.

Doch als das Rennen, verspätet und zu einem 10-Runden-Sprint zusammengekürzt, endlich über die Bühne gehen konnte, wirkte Bulega wie verwandelt. «Wenn es in Italien ein bisschen zu regnen anfängt und dann wieder aufhört, sind die Strecken meist nach ein, zwei Runden wieder trocken. Aber dazu braucht es Wind, und heute gab es keinen oder nur ganz wenig. Ich dachte auch an einen Moto3-Grand-Prix von 2016 zurück, wo ähnliche Bedingungen herrschten. Mit diesen Erfahrungen im Rücken entschied ich mich für ein Regen-Set-up – und landete einen Volltreffer», schilderte er. «Mit Regenreifen war das Feeling unglaublich, genau das Gegenteil vom ersten Start. Und deshalb gelang es mir, voraus zu fahren und meine Position zu verteidigen».

Es war der erste Sieg für Ducati seit 2005 und der erste Sieg für Bulega in dieser Klasse, der bereits im letzten Jahr mit etlichen Podestplätzen auf sich aufmerksam gemacht hatte. «Es ist ein super Gefühl, Ducati auf die Siegerstraße zurückzubringen, und natürlich ist es auch für mich persönlich schön, dass ich meinen ersten Sieg in dieser Klasse feiern kann», strahlte er. «Ich möchte meinem Team danken, das den Winter über pausenlos an dem Bike gearbeitet und mir eine hervorragende Maschine hingestellt hat. Die Panigale V2 ist ein großartiges Motorrad, ich bin schnell, und damit ist unser Ziel klar: Wir wollen um den Titel kämpfen!»

Ergebnis Supersport- WM Phillip Island, Rennen 1:
Pos Fahrer Motorrad Diff
1. Nicolo Bulega (I) Ducati
2. Nicolas Spinelli (I) Yamaha + 0,942 sec
3. John McPhee (GB) Kawasaki + 2,965
4. Niki Tuuli (FIN) Triumph + 11,624
5. Tarran Mackenzie (GB) Honda + 15,838
6. Stefano Manzi (I) Yamaha + 19,700
7. Marcel Schrötter (D) MV Agusta + 20,756
8. Anupab Sarmoon (TH) Yamaha + 22,331
9. Jorge Navarro (E) Yamaha + 22,771
10. Federico Caricasulo (I) Ducati + 39,760
11. Harry Truelove (GB) Triumph + 46,209
12. Adam Norrodin (MAL) Honda + 54,872
13. Valentin Debise (F) Yamaha + 1 Rd.
14. Glenn van Straalen (NL) Yamaha + 1 Rd.
15. Apiwath Wongthananon (TH) Yamaha + 1 Rd.
16. Oliver Bayliss (AUS) Ducati + 1 Rd.
17. Raffaele De Rosa (I) Ducati + 1 Rd.
18. Andrea Mantovani (I) Yamaha  
19. Bahattin Sofuoglu (TR) MV Agusta  
20. Can Öncü (TR) Kawasaki
21. Adrian Huertas (E) Kawasaki  
22. Yari Montella (I) Ducati  
Supersport-WM 2023: Stand nach 1 von 24 Rennen
Pos Fahrer Motorrad Punkte
1. Nicolo Bulega (I) Ducati 25
2. Nicolas Spinelli (I) Honda 20
3. John McPhee (GB) Kawasaki 16
4. Niki Tuuli (FIN) Ducati 13
5. Tarran Mackenzie (GB) Honda 11
6. Stefano Manzi (I) Yamaha 10
7. Marcel Schrötter (D) Kawasaki 9
8. Anupab Sarmoon (TH) BMW 8
9. Jorge Navarro (E) Yamaha 7
10. Federico Caricasulo (I) BMW 6
11. Harry Truelove (GB) Kawasaki 5
12. Adam Norrodin (MAL) Honda 4
13. Valentin Debise (F) Yamaha 3
14. Glenn van Straalen (NL) Kawasaki 2
15. Apiwath Wongthananon (TH) Yamaha 1

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