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Ken Roczen (Suzuki/P3) wieder auf dem Podium

Von Thoralf Abgarjan
Mit einem 2-3-4-Ergebnis beim Triple Crown Event von Anaheim stand Ken Roczen in dieser Saison erstmals wieder auf dem Podium. Roczen zeigte Durchsetzungsvermögen und bewies dabei gleichzeitig Konstanz.

Allen Unkenrufen zum Trotz zeigte Ken Roczen auf der Suzuki beim 3. Lauf der US Supercross-Meisterschaften im Angel Stadium von Anaheim erneut seine Klasse. Die Zweifler, allen voran James Stewart in seinem Podcast, unterstellten 'Kickstart-Kenny' zuletzt einen Mangel an Aggressivität und Durchsetzungsvermögen. Und in der Tat wirkte der Deutsche noch vor Wochenfrist in San Diego in seinen Zweikämpfen gegen Barcia etwas zu defensiv. In Anaheim bewies Roczen aber, dass er nach wie vor über Biss und Kampfgeist verfügt, um ganz vorne mitzumischen. Nachdem ihn Aaron Plessinger im zweiten Rennen auf P2 liegend überholt hatte, konterte er umgehend und ging in der folgenden Rhythmussektion wieder an Plessinger vorbei.

Vor dem entscheidenden dritten Rennen lagen Roczen (2-3) und Tomac (3-2) mit jeweils 5 Punkten in Führung. Sie starteten direkt nebeneinander. Rechts neben Roczen startete Tomac. Links neben ihm stand Aaron Plessinger. Roczen kam diesmal nicht perfekt aus dem Startgatter heraus und wurde sofort von Tomac und Plessinger in die Zange genommen. Aus dem Mittelfeld heraus orientierte sich der Thüringer umgehend nach vorne und lag ausgangs der ersten Runde bereits auf P7. Danach überholte er Adam Cianciarulo, ging am gestürzten Eli Tomac vorbei und überholte in der letzten Runde noch Dylan Ferrandis (Yamaha). Besonders interessant war, dass Roczen auch am Ende des dritten Laufs noch genügend Reserven hatte, um Dylan Ferrandis zu überholen, der bekanntlich nicht leicht zu überholen ist.

Mit Roczen und der Suzuki geht es also weiter aufwärts. Allein die Tatsache, dass der Deutsche am Ende der beiden Endläufe das Waschbrett mit 3 Dreifachsprüngen übersprang, zeigt, dass das Motorrad in diesem Bereich noch nicht perfekt abgestimmt zu sein scheint. In Sachen Kurvenspeed und Traktion ist Roczen definitiv bei den Spitzenfahrern dabei.

Die Whoops waren aber nicht nur für Roczen ein Thema: Auch Cooper Webb wählte die Sprungvariante, während Tomac das Waschbrett wie mit dem Lineal durchqueren konnte.

Auf dem Podium strahlte Roczen: «Das Progressive Suzuki Team hat einen großartigen Job gemacht», erklärte Ken auf dem Podium. «Wir arbeiten hart, ziehen gemeinsam an einem Strang und das Team erfüllt mir alle Wünsche. Dieses Podium ist für das Team. Die Strecke war schwierig und bei 3 Rennen kann jederzeit viel passieren. Deshalb freue ich mich, dass ich dieses Podium hier erreicht habe.»

Ergebnis Anaheim 2, 450 ccm:

1. Chase Sexton (USA), Honda, 1-5-1
2. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 5-1-3
3. Ken Roczen (D), Suzuki, 2-3-4
4. Cooper Webb (USA), KTM, 7-4-2
5. Dylan Ferrandis (F), Yamaha, 4-6-5
6. Eli Tomac (USA), Yamaha, 3-2-13
7. Aaron Plessinger (USA), KTM, 8-7-7
8. Justin Barcia (USA), GASGAS, 11-8-6
9. Adam Cianciarulo (USA), Kawasaki, 6-11-8
10. Joey Savatgy (USA), Kawasaki, 10,9-9

Meisterschaftsstand nach Lauf 3 von 17:

1. Eli Tomac (USA), Yamaha, 69
2. Chase Sexton (USA), Honda, 65, (-4)
3. Cooper Webb (USA), KTM, 65, (-4)
4. Ken Roczen (D), Suzuki, 58, (-11)
5. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 55, (-14)
6. Dylan Ferrandis (F), Yamaha, 54, (-15)
7. Justin Barcia (USA), GASGAS, 48, (-21)
8. Aaron Plessinger (USA), KTM, 45, (-24)
9. Adam Cianciarulo (USA), Kawasaki, 43, (-26)
10. Colt Nichols (USA), Honda, 39, (-30)

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