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Lucas Auer: So cool hielt er sich Timo Glock vom Leib

Von Andreas Reiners
Lucas Auer

Lucas Auer

Es war DAS Duell des ersten DTM-Saisonrennens: Rundenlang wehrte Lucas Auer die Angriffe von Timo Glock ab. Und das abgezockt und cool.

Timo Glock ließ nicht locker. Der 35-Jährige versuchte alles. Abwarten. Abwägen. Angreifen. Neu sammeln, erneut angreifen. Am Ende reichte es für den BMW-Piloten nicht, Mercedes-Rivale Lucas Auer rettete beim DTM-Saisonauftakt in Hockenheim einen Vorsprung von 1,9 Sekunden ins Ziel. «Ich habe alles herausgeholt, was ich in meiner Karriere gelernt habe. Ich wusste, dass ich nur einen Schuss habe. Er hat es aber einfach sehr gut gemacht», sagte Glock.

Rundenlang hatten sich die beiden beharkt, fuhren am Limit, dazu mit immer weiter abbauenden Reifen. Ein Ritt auf der Rasierklinge und DAS Duell des ersten Saisonlaufs. «Es war das härteste Rennen meines Lebens. Du hast keine Reifen, musst trotzdem schnell sein und dich verteidigen. Das war brutal», sagte Auer.

Doch wie war es für den 22-Jährigen, sich einen erfahrenen Fahrer wie Glock so lange erfolgreich vom Leib zu halten? Auer blieb völlig cool, war im Tunnel und legte sich für den Kampf um den Sieg eine Strategie zurecht. «Wo ich schnell fahre, wo ich ihn unbedingt blockieren oder Abstand gewinnen muss. So konnte ich lange verteidigen», sagte der Neffe des neuen DTM-Chefs Gerhard Berger SPEEDWEEK.com.

Der Plan ging auf, an entscheidenden Schlüsselstellen konnte er davonziehen, so dass Glock auch sein verstellbarer Heckflügel nichts brachte. Auer war klar: Wehrt er die ersten beiden Angriffe ab, ist das Ding zu seinen Gunsten gelaufen. «Es ist aber ein Wahnsinn, wie man sich in einem hektischen Rennen, ohne Funk, eine Strategie zurechtlegt», so der Österreicher über seinen eigenen Matchplan.

Den hat er bis zum Ende erfolgreich durchgezogen, selbst eine Berührung mit Glock in der vorletzten Runde brachte ihn nicht aus dem Konzept.

Denn: Harte Tourenwagen-Zweikämpfe kennt er aus seinen ersten beiden Jahren, als er sich oft im Mittelfeld behaupten musste. «Ich war in der Kurve, und im ersten Moment hat er mir sogar geholfen, das Auto zu drehen. Danach musste ich aber aufpassen, dass er nicht innen vorbeigeht. Aber wenn du einmal im Mittelfeld warst, bekommst du breite Schultern», lachte Auer.

Dass Auer 20 Jahre nach dem letzten Formel-1-Sieg seines Onkels an gleicher Stelle von der Pole aus sein zweites DTM-Rennen gewinnen konnte, ist für ihn aber nur ein netter Nebeneffekt. «Da war ich noch keine drei Jahre alt. Das ist für euch eine schöne Geschichte. Mich freut es aber vor allem, dass mein Team und ich das Maximum erreicht haben», so Auer.

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