MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Günther Steiner: «Hatte einen Romain-Grosjean-Moment»

Von Vanessa Georgoulas
Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner sorgte unlängst für Schlagzeilen, weil er Romain Grosjean am Boxenfunk deutlich machte, er solle die Klappe halten. Der Südtiroler verrät, wie der Genfer darauf reagiert hat.

Dass sich Romain Grosjean oft und gerne am Funk beschwert, dürfte mittlerweile jeder Formel-1-Fan mitbekommen haben. Der Haas-Pilot klagt etwa über die Fahreigenschaften seines Dienstwagens – speziell über das Bremsverhalten – aber auch über allfällige Strafen, die er aufgebrummt bekommt, oder den Zustand seiner Reifen. Letzteres führte im US-GP zu einer Szene, die für Schlagzeilen sorgte.

Denn Grosjean schimpfte in den letzten Runden, dass sein linker Vorderreifen durch sei und er lieber die Box ansteuern würde. Das Klagelied des Genfers sorgte schliesslich dafür, dass bei Teamchef Günther Steiner die Sicherung durchbrannte. «Halt die Klappe», entfuhr es dem Südtiroler, der sich schliesslich durchsetzte: Grosjean kam schliesslich mit einer Runde Rückstand auf Rennsieger Lewis Hamilton auf Position 14 ins Ziel.

Hinterher gab sich der GP-Star wortkarg: «Das ist eine interne Angelegenheit, über die ich lieber nicht sprechen würde», erklärte er vor laufender Kamera. Sehr viel gesprächiger präsentierte sich Günther Steiner, der im Sky Sports F1-Interview rückblickend erzählt: «Ja, Romain kam hinterher zu mir, um mit mir zu sprechen. Es dauerte aber nicht lange, bis wir das geklärt hatten, alles ist wieder gut und wir kommen gut miteinander aus.»

Und der 52-jährige Teamchef scherzte: «Ich hatte, was ich einen Romain-Grosjean-Moment nenne. Ich habe einfach kurz die Fassung verloren, das darf auch ein Mal im Jahr passieren. Er kann sich das einige Male erlauben, ich darf das nur einmal im Jahr.» Und erklärte auch gelassen: «Manchmal muss man Romain aufmuntern und manchmal kann er sich halt nicht beherrschen, weil die Emotionen überborden. Wenn er dann wenige Minuten später aus dem Cockpit steigt, hat er sich wieder beruhigt. Das ist auch kein Problem, wir alle haben unsere Höhen und Tiefen, die Stimmung im Team ist also ungetrübt.»

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