Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

Kimi Räikkönen (Ferrari): Der neue Helm von «Iceman»

Von Mathias Brunner
​Kimi Räikkönen (38) hat auf Instagram das Design seines 2018er Helms gezeigt. «Iceman» hat mehr Schwarz in die neue Bemalung eingearbeitet. Am besten gefallen hat uns aber seine James-Hunt-Hommage.

Kimi Räikkönen ist nicht zur Plaudertasche geworden, seit er ein Instagram-Konto führt (dem inzwischen 406.000 Fans folgen). Sein jüngster Eintrag: «Das schützt meinen Kopf 2018.» Dazu zeigt Kimi das Design seines neuen Helms, mit dem er für Ferrari an den Start gehen wird.

Es fällt auf: Mehr Schwarz und mehr Blau statt sandfarbenen Stilelementen wie in der vergangenen Saison.

Am besten gefallen hat vielen Fans aber ein Design aus dem Jahre 2012. Damals rückte Kimi Räikkönen – als Lotus-Fahrer – zum Monaco-GP im Helmdesign des legendären James Hunt aus!

Ein Jahr später zeigte Räikkönen den unvergessenen englischen Champion von 1976 mit seinem McLaren auf der Oberseite des Kopfschutzes, 40 Jahre zuvor hatte Hunt in Monaco sein Formel-1-Debüt gegeben.

Räikkönen trug auch ein paar clevere Sprüche und Wortspiele auf dem Helm: «Kimi on the Hunt», Kimi auf der Jagd.

Kimi fand James Hunt immer schon ultra-cool, und Tom Hunt, der Sohn des englischen Formel-1-Champions von 1976, sagte damals: «Wir fühlen uns geehrt, dass Kimi an meinen Vater erinnert. Wir danken Räikkönen, den früheren Geist der Formel 1 am Leben zu erhalten.»

Als zweifacher Familienvater ist Kimi zwar kein Partylöwe mehr, sondern eher ein schnurrender Haustiger. Seine knorrige, wortarme Art ist geblieben. Wenn von seinem Genuschel überhaupt etwas zu verstehen ist. Und wenn ihm ein Journalist mit einer Frage blöd kommt, dann wird knochentrocken pariert.

Kimi ist Kult.

Um genau zu sein, war Kimi Räikkönen vielleicht der letzte Formel-1-Pilot, der in der Tradition früherer Haudegen antrat, wie der langjährige McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh präzisierte. Dem Magazin «Motor Sport» sagte Whitmarsh einmal: «Ich kann mich an ein Rennen an Montreal erinnern, das innerhalb von acht Tagen mit jenem in Indianapolis stattfand. Am Sonntagabend teilte Kimi mit, er jette jetzt nach Las Vegas, um mit seinem Kumpels zu feiern. Ich sagte: „Kimi, unterm Strich bist du erwachsen und musst wissen, was du tust. Stell dir einfach mal die Frage: Wenn du in sechs Tagen in Indy die Pole um wenig Hundertstel verhaust, weil die Vorbereitung vielleicht nicht so ideal war, würdest du dir dann nicht in den Hintern treten?“ Er hat gelacht, genickt – und ist dann nach Las Vegas abgehauen.»

Die Hommage an James Hunt brachte Kimi übrigens tüchtig Ärger mit dem damaligen Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone ein.

«Mr. Formula One» störte sich daran, dass die Hunt-Zeichnung 2013 an der Oberseite des Helms via Bord-Kamera gut zu sehen war. Angeblich könne das als Werbung für den Formel-1-Kinofilm «Rush» verstanden werden (das WM-Duell 1976 zwischen James Hunt und Niki Lauda). Werbung, für die nichts in die Kasse von Ecclestone floss, also war das nicht erwünscht.

In Wahrheit handelt es sich nicht um Werbung für «Rush», sondern um eine Zeichnung des berühmten Rennsujet-Malers Nicolas Hunziker, die im Auftrag der Familie Hunt entstanden war.

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