Formel 1: Hamilton über Kampf mit Verstappen

Otmar Szafnauer: «Hatten uns mehr erhofft»

Von Vanessa Georgoulas
Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer

Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer

Beim Heimrennen in Silverstone musste sich das Aston Martin Team mit vier frischen WM-Zählern begnügen, da Sebastian Vettel die Zielflagge nicht sah. Teamchef Otmar Szafnauer gab zu, dass man sich mehr erhofft hatte.

Für viele Rennställe war das zehnte Formel-1-Kräftemessen der Saison in Grossbritannien das Heimrennen, so auch für die Mannschaft des Aston Martin Teams, das in unmittelbarer Nähe des altehrwürdigen Silverstone Circuits beheimatet ist. Die Nähe zum Werk brachte aber nicht den erhofften Erfolg, denn nur einer der beiden grünen Renner kam ins Ziel.

Lance Stroll kreuzte die Ziellinie auf Position 8 und bescherte seiner Truppe damit vier frische WM-Zähler. Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel ging hingegen nicht nur leer aus – er sah die Zielflagge erst gar nicht, weil sein Rennen nach 40 Runden gelaufen war. Der Grund für die bittere Pille war die Kühlung, die Probleme bereitete.

Vettel, der sich in der ersten Rennrunde drehte, seufzte nach dem Aus: «Das Wochenende sah wirklich vielversprechend aus und ohne all die Probleme wäre ich locker in den Punkten gelandet.» So blieb es bei den 30 WM-Zählern, mit denen er derzeit in der WM-Wertung den zehnten Zwischenrang belegt.

Auch Teamchef Otmar Szafnauer war enttäuscht. Er erklärte nach dem Ende des Rennens: «Wir hatten uns bei unserem Heimrennen mehr als die vier Punkte erhofft, die wir letztlich eingefahren haben. Aber diese vier Punkte sind das Ergebnis einer grossartigen Leistung von Lance, der an diesem Nachmittag sechs Plätze gutgemacht und den 14. Startplatz in ein Top-8-Ergebnis umgewandelt hat. Kein Fahrer hat mehr Positionen gewonnen.»

«Sebastian erwischte einen guten Start, als das Rennen nach dem Crash zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen wieder gestartet wurde, und er war auf Tuchfühlung mit Fernando Alonso, als er sich ausgangs der siebten Kurve drehte. Er kam wieder in Fahrt, aber sein Rennen war in Runde 40 zu Ende, weil der Motor überhitzte», schilderte der 56-Jährige mit Blick auf den deutschen Routinier.

Grossbritannien-GP, Silverstone

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:23:03,157h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,871
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11.125
04. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +28,573
05. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +42,624
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +43,454
07. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:12,093 min
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:14,289
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:16,162
10. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:22,065
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:25,329
12. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
16. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1 Runde
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes,
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision

WM-Stand nach 10 von 23 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 185 Punkte
2. Hamilton 177
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Leclerc 80
7. Sainz 68
8. Ricciardo 50
9. Gasly 39
10. Vettel 30
11. Alonso 26
12. Stroll 18
13. Ocon 14
14. Tsunoda 10
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Russell 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Teams
1. Red Bull Racing 289
2. Mercedes 285
3. McLaren 163
4. Ferrari 148
5. AlphaTauri 49
6. Aston Martin 48
7. Alpine 40
8. Alfa Romeo 2
9. Williams 0
10. Haas 0

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