MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Selbstmord-Versuch in den USA

Kolumne von Peter Nygaard
Gleich kriegt Eric van de Poele einen Riesenschreck

Gleich kriegt Eric van de Poele einen Riesenschreck

Die skurrilsten Momente der Formel-1-Historie. Heute: Schrecksekunde für den GP-Neuling Eric van de Poele.

Seit 1950 zieht die Formel 1 Millionen von Fans in ihren Bann. In keinem anderen Sport liegen Triumph und Tragödie so dicht beisammen. Es gab aber auch immer wieder merkwürdige Momente im Grand-Prix-Sport, über die wir in einer losen Serie berichten.

Phoenix (USA), 8. März 1991

Wir stehen mitten in der Ära der Vorqualifikation: damals ist das Formel-1-Feld so reichhaltig, dass jeweils am Freitagmorgen aussortiert werden muss – acht Fahrer müssen antreten, nur vier kommen weiter.

Aber das Training wird nach wenigen Minuten mit der roten Flagge unterbrochen.

Was ist passiert?

Erst nach und nach sickern Details über die ungewöhnliche Trainingsunterbrechung durch: Wie sich herausstellt, war der 27 Jahre alte Marlon Rauvelli aus den nahen Maricopa-Krankenhaus ausgebüchst, an Krücken zur Rennstrecke gehumpelt und auf den Strassenkurs vorgedrungen – in der Absicht, sich dort vom nächstbesten Formel-1-Auto überrollen zu lassen!

Lamborghini-Pilot Eric van de Poele (heute 51 und ab und an fürs belgische Fernsehen bei den Formel-1-Läufen dabei): «Das waren damals meine ersten Runden überhaupt im Rahmen eines Formel-1-GP-Wochenendes. Und dann komme ich um eine der 90-Grad-Ecken und mitten auf der Strasse liegt ein Mann! Ich konnte meinen Augen kaum trauen …»

Van de Poele zischt zum Glück um Haaresbreite am Lebensmüden vorbei, der anschliessend von Sicherheitskräften aufgelesen und ins Krankenhaus zurück gebracht wird.

Was aus Herrn Rauvelli geworden ist, wissen wir nicht, was aus dem Phoenix-GP wurde, schon: das unbeliebte Rennen (1991 nur 18500 zahlende Zuschauer!) verschwand aus dem WM-Kalender.

Erst im Jahre 2000 gab es wieder einen Formel-1-GP in den USA – in Indianapolis.

Eric van de Poele trat zu 29 GP-Wochenenden an, konnte sich aber nur für fünf Rennen qualifizieren. Bestes Ergebnis: Neunter in Imola 1991.

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