MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Keine Fahrer, keine Erfolge: Team Italia am Ende

Von Günther Wiesinger
Das Team Italia kümmerte sich jahrzehntelang um italienische Nachwuchstalente – von Cadalora bis Fenati. Aber der Niedergang war nicht aufzuhalten.

Schon in der Saison 2015 stand das Team Italia vor dem Abgrund, denn nach dem Abgang von Romano Fenati hatte die Truppe des italienischen Verbands keinen wirklich talentierten Fahrer mehr gefunden, die besten schnappten sich zuverlässig die besser finanzierten Moto3-Team von Gresini, Ongetta und SKY VR46 weg. Stefano Manzi und Matteo Ferrari kamen 2015 mit den Mahindra-Bikes auf keinen grünen Zweig.

Im Vorjahr wollte das Selektions-Komitee deshalb die zwei Plätze für das Team Italia streichen, aber nach einem dringenden Wunsch von FIM-Präsident Vito Ippolito liess die IRTA Gnade vor Recht ergehen. Das Team Italia fand mit dem Taxi-Unternehmen «3750» einen neuen Hauptsponsor, denn San Carlo war abgesprungen. Doch mit den Piloten Stefano Valtulini und Lorenzo Petrarca war in der WM kein Staat zu machen, schon gar nicht auf den schwachbrüstigen Mahindra-Kundenmaschinen.

Weil das Team Italia nie auf KTM oder die neuen Honda NSF 250RW umstieg, konnte nach dem Weggang von Fenati nie mehr ein Topfahrer verpflichtet werden.

Vor einem Jahr bemühte sch Teammanager Alfredo Mastropasqua noch um Philipp Öttl, mit dessen Hilfe er auch KTM-Maschinen bekommen wollte. Doch der Deal platzte. Auch Hauptsponsor San Carlo lief davon...

Jetzt ist das Schicksal des Team Italia besiegelt: Die Startplätze für 2017 gehen beide verloren. Vorbei sind die längst vergangenen Zeiten, als Fahrer wie Bruno Casanova, Alex Gramigni, Gabriele Debbia, Luca Cadalora, Fausto Ricci und Co. für diesen Rennstall um GP-Siege und WM-Titel (125 ccm) kämpften.

Und Italien wird trotzdem genug Nachwuchsfahrer in die WM bringen: Denn neu wurde dafür die Squadra SIC58 von Paolo Simoncelli akzeptiert, der mit Tony Albolino und und dem Japaner Suzuki antreten wird.

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