MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Pedro Acosta (KTM): Goodbye sagen wäre nicht einfach

Von Ivo Schützbach
Pedro Acosta

Pedro Acosta

Alle vier KTM-Werksfahrer hoffen auf schnelle Verbesserungen, damit die RC16 siegfähig wird. Besonders nach Überflieger Pedro Acosta hat die MotoGP-Konkurrenz bereits die Finger ausgestreckt.

Platz 6 im Sprint beim Saisonstart in Thailand markiert Pedro Acostas bestes Ergebnis in den ersten sechs Rennen der MotoGP-Saison 2025. Mit 16 Punkten liegt das Supertalent nur auf dem 13. WM-Rang, die Markenkollegen Enea Bastianini und Brad Binder sind direkt vor ihm platziert, womit kein KTM-Pilot in den Top-10 ist.

Seit Monaten berichten vor allen spanische Medien, der 20-Jährige würde 2026 auf einer Ducati oder sogar Honda sitzen. Den ersten Anstoß zu solchen Geschichten gab die seit Herbst 2024 offensichtlich gewordene finanzielle Schräglage von KTM, die unbefriedigenden Ergebnisse zum Saisonbeginn kommen hinzu.

Dabei ist die Sachlage eindeutig: Acosta hat mit KTM einen Vertrag bis Ende 2026, der keine Leistungsklauseln beinhaltet. Wollte der Spanier aussteigen, müsste er für Millionen freigekauft werden.

Am 21. März erklärte Acostas Manager Albert Valera auf SPEEDWEEK.com: «Die ersten Läufe haben immer einen speziellen Charakter. Es wird sehr interessant, wenn die MotoGP nach Europa kommt. Pedro braucht ein siegfähiges Motorrad, um seine Ziele zu erreichen. Er konzentriert sich auf seine Arbeit, so wie KTM. Pedro wünscht sich nichts mehr, als in der MotoGP mit KTM ganz an die Spitze zu kommen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass auch KTM alles dafür unternimmt.»

Der Youngster stieß im Vier-Augen-Gespräch mit dem Autor ins gleiche Horn. «Ich will gewinnen, das ist klar», betonte Acosta. «Das Verhältnis zwischen KTM und mir ist persönlicher, als viele Leute denken. Ich fahre in diesen Farben, seit ich 14 Jahre alt bin, im Sommer werde ich 21. Seit sieben Jahren bin ich in dieser Familie, es wäre nicht einfach, ihnen goodbye zu sagen. Das Motorrad wird den nötigen Level erreichen, da bin ich mir sicher.»

«Ich bin der Einzige in diesem Paddock, dem es nicht ums Geld geht», hielt der zweifache Weltmeister aus dem Team Red Bull KTM fest. «Ich spüre auch keinen wirklichen Druck, niemand hat mir seit Tag 1 in der Firma Druck auf die Schultern geladen. Als ich in der Moto2 war, hatten alle die Erwartung, dass ich die Meisterschaft im ersten Jahr gewinne. Letztes Jahr war ich der Fahrer mit vielen Stürzen und keiner sagte etwas. Wir begannen gut, dann wurde es schwieriger – und niemand machte mir Druck. Wir wissen, dass wir uns auf einem langen Weg befinden, bevor wir versuchen können, die Meisterschaft zu gewinnen.»

«Druck hat jemand, der arbeitslos ist und Essen nach Hause bringen muss», ergänzte Pedro. «Ich bin hier und kann tun, was ich liebe. Ich genieße das Fahren – ist das so, kommen die guten Resultate normalerweise von allein. Mal ist es leichter, mal schwieriger, aber wenn ich ruhig bleibe und glücklich bin, dann werden sie kommen.»


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