MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Jorge Lorenzo: Von Rossi besiegt, leicht zerknirscht

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo in Barcelona

Jorge Lorenzo in Barcelona

Jorge Lorenzo hätte beim Heim-GP gern mit einer Bestzeit brilliert. Aber er musste sich ausgerechnet vom alten Rossi vorführen lassen.

Platz 1 im ersten freien Training, Platz 2 hinter Valentino Rossi im zweiten freien Training mit nur 0,049 Sekunden Rückstand – Weltmeister Jorge Lorenzo konnte nach dem ersten Arbeitstag beim Gran Premi Aperol de Catalunya zufrieden sein.

Natürlich ist es nicht alltäglich für den 26-jährigen Yamaha-Star, vom alternden Champion besiegt zu werden. «Aber Valentino war in diesem Jahr auch in einem Regentraining in Le Mans schon einmal schneller als ich», ist sich der Mallorquiner bewusst.

Richtig begeistert schaute er freilich nicht aus der Wäsche. In den letzten zwei Jahren hatte er mit Ben Spies als Teamkollegen meistens nur kurzes Federlesen gemacht.

«Valentino hat sicher eine gute Runde hingelegt», räumte Lorenzo ein. «Aber ich weiss nicht, ob wir heute schon die wahren Stärkeverhältnisse gesehen haben. Wir müssen den Samstag abwarten. Heute waren die Fahrer oft auf unterschiedlichen Reifenmischungen unterwegs, dadurch ist die wahre Performance der Gegner vorläufig schwer einzuschätzen. Das Klassement von heute ist nicht sonderlich aufschlussreich. Das wahre Potenzial können wir erst nach dem Qualifying einordnen.»

Jedenfalls scheinen Yamaha und Lorenzo das vorübergehend Tief von Austin und Jerez überwunden zu haben. «Ja, unser Motorrad ist nicht so schlecht. Es ist jederzeit für eine Position unter den ersten drei gut. Bisher hatten wir oft Mühe, wenn die Temperaturen sehr heiss waren wie in Jerez. Aber heute waren hier die ersten vier sehr ausgeglichen. Wir sind alle auf dem gleichen Niveau. Wir scheinen keinen Nachteil gegenüber Honda zu haben.»

Lorenzo fuhr heute den ganzen Tag mit den weichen Mischungen hinten und vorne. «Wir wussten von Valentinos Crew-Chief vor dem zweiten Training, dass sie den harten Hinterreifen probieren würden», schilderte Jorge. «Ich habe darauf verzichtet, weil ich zuerst den Kommentar von Valentino dazu hören wollte. Er sagte, er sei damit nicht schneller gewesen. Also werden wir mit den weichen Reifen weitermachen.»

Lorenzo und Rossi werden Dienstag und Mittwoch gemeinsam mit den Honda-Teams in Aragón testen. «Welche neuen Teile ich dort bekomme, weiss ich nicht. Das werde ich die Verantwortlichen erst nach dem Rennen hier fragen», versicherte Lorenzo. «Jetzt ist es sinnlos.»

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