MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Jeffrey Herlings: «Ich starte aus der Imbiss-Bude»

Von Matthias Dubach
Jeffrey Herlings: Im Quali-Rennen ohne Glück

Jeffrey Herlings: Im Quali-Rennen ohne Glück

Weil ihm Zuschauer ungefragt nach einem Sturz halfen, wurde der KTM-Werksfahrer disqualifiziert. Die Valkenswaard-Siege 7 und 8 in Serie bleiben aber möglich.

MX2-Weltmeister Jeffrey Herlings nahm seine Disqualifikation im Qualifikationsrennen scheinbar gelassen hin. Der Niederländer weiss: In Valkenswaard kann er auch vom schlechtesten Startplatz aus gewinnen. Herlings ist seit drei Jahren oder sechs Läufen in Valkenswaard unbesiegt, er gewann auf der Sandstrecke an der belgischen Grenze schon nach einem Sturz, der ihn ans Ende des Feldes zurückwarf, und einmal, indem er alle Gegner überrundete.

«Ein wenig unfair finde ich die Disqualifikation aber schon. Ich konnte nichts dagegen machen», meinte Herlings zur unerlaubt in Anspruch genommenen Hilfe nach einem Sturz. «Es war ein heftiger Abflug. Ich bin über die Kurve geschossen und unter dem Zaun zu den Fans gerutscht. Mein Motorrad lag auf meinem Bein, die Fans haben das Bike sofort weggehoben. Ich konnte das gar nicht verhindern.»

Der Abflug des KTM-Werkspiloten war auf der Aufholjagd passiert, Herlings war beim Start nach einem Fehler zurückgefallen. Am Ende holte er noch Rang 10, der durch die Disqualifikation aber zum 40. und schlechtesten Startplatz degradiert wurde. «Ich starte so weit aussen, ich befürchte, ich stehe in der Imbiss-Bude neben der Strecke!»

Weil in Valkenswaard das seit 2004 nicht mehr benutzte Startgelände wieder in Betrieb genommen wurde und neu im Gegenuhrzeigersinn gefahren wird, fühlt sich Herlings wie an einem anderen Ort: «Das ist etwas total anderes. Es gibt nur wenige Überholmöglichkeiten. Die Strecke ist so flach, ich dachte, ich bin beim Speedway», ätzte der Weltmeister. «40 Minuten sind lange, ich habe genug Zeit, um nach vorne zu kommen. Aber ich muss sitzenbleiben und darf nicht stürzen.»

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