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Alstare-Boss zu Bimota-Aus: «Es scheint wahr zu sein»

Von Kay Hettich
Das Team Alstare Bimota wird wohl ab Jerez aus dem Superbike-Paddock verschwinden

Das Team Alstare Bimota wird wohl ab Jerez aus dem Superbike-Paddock verschwinden

Tiefschlag für die Superbike-WM: Noch ist es zwar nicht offiziell, doch die Tage von Bimota in der seriennahen Motorrad-Weltmeisterschaft scheinen gezählt.

Es wäre zwar äusserst bedauerlich, doch wirklich überraschend käme der Ausschluss von Bimota von der Superbike-WM 2014 nicht. Die viermonatige Gnadenfrist der Dorna läuft am 13. August ab, dabei hätten die zur Homologation (und damit punkteberechtigt) erforderlichen 125 Motorräder sogar nur in Teilen oder in Form von Bestellungen vorliegen müssen.

Doch schon daran scheiterte das kühne Vorhaben des Kleinserienherstellers aus Rimini – angeblich, weil BMW wegen der Werksferien nicht die erforderlichen Motoren geliefert hat. Eine nicht sehr glaubwürdige Version.

So oder so zu spät für die durch den Superbike-Promoter Ende August vorgesehene Inspektion beim Kleinserienhersteller in Rimini. Die zweiwöchige Verzögerung der Kontrolle durch FIM und Dorna ergab sich dadurch, weil kein früherer für alle Parteien passender Termin gefunden werden konnte – trotz viermonatiger Planungszeit, ein Armutszeugnis.

Wegen Bimota wurde zu Saisonbeginn das Reglement geändert, weshalb die Teilnahme von Ayrton Badovini und Christian Iddon ohne Homologation, dafür aber ausser Konkurrenz überhaupt erst möglich wurde. Alstare-Boss Francis Batta, dessen Team die Renneinsätze für Bimota durchführt, machte sich seinerzeit dafür stark. «Ich habe meine über viele Jahre aufgebauten guten Beziehungen genutzt, um Bimota den Start in der Superbike-WM zu ermöglichen», sagte der Belgier gegenüber sportmediaset. «Es ist ein tolles Abenteuer an das ich geglaubt habe und immer noch glaube.»

Doch angesichts der verfahrenen Situation stellt sich auch bei Batta Ernüchterung ein. Selbst der Daueroptimist glaubt nicht mehr daran, dass Bimota selbst die butterweichen Homologationsvorgaben erfüllen wird. «Die Zeit rast. Mittlerweile scheint es unmöglich zu sein, dass wir in zwei Wochen das schaffen, was die Industrie zuvor in mehreren Monaten nicht hinbekommen hat», sagte Batta weiter. «Es scheint also wahr zu sein. Wie kann ich unter diesen Vorraussetzungen mit meinem Team nach Jerez kommen? Es wäre auch nicht fair gegenüber anderen Herstellern.»

Wie es mit Bimota in der Superbike-WM weitergehen könnte, ist unklar. Das Reglement ist lückenhaft, eine Sperrfrist ist nicht verankert. Wenn Bimota also die erste Stufe der Homologationsauflagen erfüllt, wären Ayrton Badovini und Christian Iddon theoretisch sofort start- und punkteberechtigt. Bei nur noch drei ausstehenden Meetings 2014 würde Bimota aber wahrscheinlich erst 2015 zurückkehren. Denn dann müssten bis zum 31.12.2015 250 Bikes vorgeführt werden, ansonsten 1000 Motorräder.

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