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Arrivabene: «Sebastian Vettel kämpfte wie ein Löwe»

Von Vanessa Georgoulas
Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gestand nach dem Silverstone-Sieg seines Schützlings Sebastian Vettel, dass er vor dem Rennstart sehr besorgt um den vierfachen Formel-1-Champion gewesen war.

Nein, es waren nicht die Reifen oder die Gegner, die Maurizio Arrivabene Sorgenfalten ins Gesicht zeichneten, als er vor dem zehnten Formel-1-Kräftemessen auf die Startaufstellung des Silverstone Circuit trat. Der ernste Italiener gestand keine zwei Stunden später im Sky-Interview: «Meine grösste Sorge galt Sebastians Nacken. Denn er hatte gestern noch sehr starke Schmerzen, heute Morgen haben wir ihn noch behandeln lassen. Ehrlich gesagt, ich habe mir vor dem Start noch grosse Sorgen um ihn gemacht.»

Doch der Deutsche stellte einmal mehr seine Spitzenklasse unter Beweis und nutzte einen schwachen Start von Polesetter Lewis Hamilton, um sich an die Spitze zu setzen. Gegen Rennende kämpfte er sich noch einmal an Valtteri Bottas vorbei und durfte am Ende seinen vierten Saisonsieg bejubeln. «Für die Formel 1 ist ein solches Rennen mit diesen Fights auf einer spektakulären Piste wie dieser einfach nur gut. Es ist nicht nur für Ferrari positiv, weil wir gewonnen haben. Ich denke, der ganze Sport profitiert davon», schwärmte der Chef der Roten.

Und mit Blick auf seinen Schützling aus Heppenheim hielt Arrivabene zufrieden fest: «Heute hat Sebastian wie ein Löwe gekämpft. Es war alles andere als einfach auf dieser Piste, auf der Mercedes, Red Bull Racing, Force India und Williams zuhause sind, zu triumphieren. Man muss unglaublich stark sein, wenn man sich hier durchsetzen will – auch wegen des Publikums, das natürlich zu recht hinter Lokalmatador Lewis Hamilton steht, genauso wie die Zuschauer in Monza uns die Daumen drücken.»

Dass der Triumph im Heimspiel der silbernen Gegner gelang, will der 61-Jährige aber nicht zu stark betonen. Dass sich Vettel bereits am Funk darüber freute, das Heimrennen von Mercedes gewonnen zu haben, sei auf den Adrenalinschub des 51-fachen GP-Siegers zurückzuführen. «Ich bin bei solchen Dingen immer vorsichtig, denn wer weiss, vielleicht zahlen sie uns das in Monza dann zurück», winkte der Chef des ältesten GP-Rennstalls der Welt auf Nachfrage ab.

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