MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Formel 1 ganz neu: Endlich Mut zu frischem Lack?

Von Mathias Brunner
James Hunt im McLaren – ungewohnt in Löwenbräu-Lackierung

James Hunt im McLaren – ungewohnt in Löwenbräu-Lackierung

​Im Formel-1-Reglement ist verankert: Die beiden Autos eines Rennstalls müssen in identischer Lackierung antreten und zwar das ganze Jahr über. McLaren-CEO Zak Brown will das ändern.

Erinnen Sie sich noch daran, als James Hunt bei Rennen in Nordamerika nicht in einem McLaren in Marlboro-Farben dahergefahren kam, sondern in den Blautönen von Löwenbräu? Formel-1-Fans wissen auch noch, dass der wunderbare Lotus 78 von Gunnar Nilsson auf einmal nicht im gewohnten Schwarz mit den eleganten Goldstreifen von John Player Special auftauchte, sondern im Rot der Zigarettenmarke Imperial International. Kurzum: Früher war es möglich, dass Rennwagen auch mal in anderer Lackierung auftauchten.

In der Formel-1-Neuzeit hat das der langjährige Serienpromoter Bernie Ecclestone abgewürgt. Als vor knapp zwanzig Jahren «British American Tobacco», die beiden British American Racing-Rennwagen in unterschiedlicher Lackierung antreten lassen wollte (ein Wagen in Lucky-Strike-Farben, eines im Blau von 555), sagte Bernie: «Kommt nicht in die Tüte.» Worauf der Rennstall die Idee mit dem Reissverschluss hatte: Eine Seite 555, eine Seite Luckies, in der Mitte ein Reissverschluss. Die Autos wurden damals von Jacques Villeneuve und Ricardo Zonta pilotiert.

McLaren-CEO Zak Brown findet: Die strikte Regel bei der Lackierung ist nicht mehr zeitgemäss. Im Rahmen des Forums «Motorsport Leaders Business» in London sagte der Kalifornier: «Im IndyCar- oder NASCAR-Sport wird die ganze Zeit über die Lackerung geändert. Ich finde: Wenn wir beispielsweise nach Monaco fahren, und ein Rennstall hat eine Riesengruppe von Dell-Vertretern dort, warum sollte es dann nicht möglich sein, die Wagen in Dell-Farben fahren zu lassen? Allerdings würde ich vorschreiben, dass dann beide Wagen in diesem anderen Kleid daherkommen müssen.»

Brown will also nicht so weit gehen und 20 Autos in 20 verschiedenen Bemalungen sehen. «Ich will, dass ein Team anhand der Lackierung erkennbar bleibt. Im NASCAR-Sport ist das kein Problem, weil mir dort die Fans eher auf den Fahrer konzentriert zu sein scheinen. Ich fände 20 unterschiedliche Autos bei uns ein wenig verwirrend.»

Die Einführung einer neuen Regel in Sachen Lackierung ist 2021 möglich, das heutige Rahmenabkommen zwischen Rennställen, Autoverband FIA und Formula One Management läuft Ende 2020 aus.

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