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Hells Angels: Formel-1-Strecke am Ballermann

Von Petra Wiesmayer
Mit einer neuen Rennstrecke am Strand wird es nichts

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Die berühmt-berüchtigte Rockerbande Hells Angels wollte mit Schwarzgeld auf der Mittelmeerinsel Mallorca offenbar eine Formel-1-Strecke bauen.

Das schöne Leben im Himmel des Luxus ist für gut zwei Dutzend Hells Angels erst mal vorbei. Bei einer groß angelegten Razzia der spanischen Polizei am Dienstag wurden 25 Mitglieder der Rockerbande aus verschiedenen Ländern, hauptsächlich aber aus Deutschland, festgenommen.

Ein großer Teil der Verdächtigen war bei der Polizei kein unbeschriebenes Blatt und wies einige Vorstrafen auf, teilte die Polizei mit. Unter den Verhafteten befand sich auch der mutmaßliche Chef der Hells Angels in Deutschland und Europa. Den Namen des Mannes nannte die Polizei nicht, er habe aber auf einem Anwesen gelebt, dessen Wert auf 2,5 Millionen Euro geschätzt werde

Bestätigt wurde jedoch, dass unter den Festgenommenen auch der Ex-Chef der Hells Angels in Hannover, Frank Hanebuth, sei. Der 49-jährige Bordellbetreiber war als mutmaßlicher Drahtzieher eines möglichen Auftragsmordes bereits ins Visier der Kieler Justiz geraten, mangels eines Tatnachweises wurden die Ermittlungen aber eingestellt.

Das Innenministerium in Madrid teilte mit, die Bande habe auf der Ferieninsel über ein Millionenvermögen verfügt, das überwiegend aus Deutschland und der Türkei stammte. Das Schwarzgeld aus Erpressung, Nötigung, Zuhälterei und Betrug sollte auf der Lieblingsinsel der Deutsche beim Bau einer Formel-1-Strecke gewaschen werden und es gab wohl in der Tat schon Pläne für einen Kurs am Ballermann, allerdings ohne Hells Angels. «Im Jahr 2010 gab es Pläne für eine Strecke auf Mallorca. Damals wurde händeringend nach einem Investor gesucht. Die Planungen sind dann aber im Sande verlaufen», sagte Rennstreckenbauer Hermann Tilke zu BILD.de.

An der «Operation Casablanca» am Dienstag waren nach Medienberichten etwa 200 Beamte beteiligt. Bei der Durchsuchung von mehr als 30 Wohnungen und Lokalen stellten sie Feuer- und Stichwaffen, zehn Autos, vier Motorräder, Juwelen und Drogen und auch mehrere Boote sicher.

In der Mitteilung des Ministeriums heißt es, die Haupteinnahmequelle der Hells Angels am Ballermann sei die sexuelle Ausbeutung von Frauen in Deutschland gewesen. Die Frauen seien in Deutschland zur Prostitution gezwungen worden und hätten ihre Einnahmen teils sogar selbst nach Spanien bringen und an die Bande übergeben müssen. Außerdem hätten die Hells Angels Schutzgelder erpresst, hauptsächlich von auf Mallorca lebenden Ausländern.

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