Formel 1: Max Verstappen ist baff

FIA-Chef: Tritt Mohammed bin Sulayem gegen Todt an?

Von Mathias Brunner
Mohammed bin Sulayem und Jean Todt

Mohammed bin Sulayem und Jean Todt

Seit dem 8. September ist klar: David Ward fordert den FIA-Präsidenten Jean Todt heraus. In Singapur sickert durch: Es gibt einen dritten Kandidaten – ist es Mohammed bin Sulayem?

Am 6. Dezember wird der neue FIA-Präsident gewählt, in Paris. Der mächtigste Posten der Automobilwelt wird von der so genannten Generalversammlung bestimmt (in welcher die Präsidenten der weltweit tätigen Automobil- und Automobilsport-Klubs sitzen, insgesamt mehr als 230 aus 130 verschiedenen Ländern). Längst werden hinter den Kulissen die Weichen gestellt, möglichst viele dieser Klubchefs hinter sich zu bringen.

Neben dem bisherigen Präsidenten Jean Todt (67) hat bislang der Brite David Ward (57) seine Kandidatur bekanntgegeben: Der frühere Chef der FIA-Stiftung ist ein ebenbürtiger Gegner im Kampf ums FIA-Präsidium, und er hat alle Messer gewetzt: Der 57 Jahre alte Engländer kreidet seinem Rivalen an, er habe weltweit FIA-Sitzungen dazu missbraucht, für seine Wiederwahl zu werben. Dagegen hat Ward bei der FIA-Ethikkommission eine Beschwerde deponiert. Ward hat überdies Todt zu einem öffentlichen Rededuell aufgefordert, was der Franzose bislang ignoriert hat.

Ward schimpfte: «Wie es scheint, hat der gegenwärtige Präsident FIA-Ressourcen dazu benutzt, den Ausgang der Wahl zu beeinflussen, noch bevor der eigentliche Wahlprozess überhaupt begonnen hat. Bei diesen Treffen wurden Vertreter von Autoklubs gebeten, schriftlich zu bestätigen, Jean Todt erneut zu wählen. Das widerspricht den FIA-Vorschriften.»

In Singapur sickert durch: Es gibt noch einen dritten Kandidaten. Die Rede ist davon vom 51jährigen Mohammed bin Sulayem aus Dubai, dem mächtigsten Mann im arabischen Motorsport – derzeit im Range eines FIA-Vizepräsidenten (von welchen es derzeit sieben gibt). Bin Sulayem wurde als Rallyefahrer berühmt, er ist 14facher Champion des Mittleren Ostens. Seit 2008 verfolgt er seine Karriere innerhalb der FIA, er war der erste Araber der in den Motorsport-Weltrat gewählt wurde. Seit Juni 2013 leitet er die Arbeitsgruppe Entwicklung, welche einen Zehnjahresplan zur Förderung des weltweiten Motorsports ausarbeiten soll.

Bislang gibt es vom früheren Rallyefahrer keine Stellungnahme dazu, dass er sich als Kandidat aufstellen lassen wolle. Ein FIA-Insider sagt aber: «Er wäre für Todt und Ward ein gefährlicher Rivale, weil es viele Stimmberechtigt gibt, die weder mit dem Franzosen noch mit seinem Herausforderer warm werden. Bin Sulayem wäre durchaus nicht chancenlos.»

Eine andere Variante des Kandidaten-Schachs: Ward tritt zu Gunsten von bin Sulayem von der Kandidator zurück.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Razgatlioglu zu Honda: Das wäre ein Paukenschlag!

Von Ivo Schützbach
In der MotoGP- und Superbike-WM kriecht Honda langsam aus der Versenkung und sorgte zuletzt für Achtungserfolge in beiden Klassen. Könnte Toprak Razgatlioglu auch für die Japaner zum Heilsbringer werden?
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 05.04., 14:30, Motorvision TV
    FIM Sidecarcross World Championship
  • Sa. 05.04., 15:25, Motorvision TV
    FIM X-Trial World Championship
  • Sa. 05.04., 16:20, Motorvision TV
    All Wheel Drive Safari Challenge
  • Sa. 05.04., 16:45, Motorvision TV
    Australian Drag Racing Championship
  • Sa. 05.04., 17:30, Motorvision TV
    Monster Jam Championship Series
  • Sa. 05.04., 17:55, Motorvision TV
    Icelandic Formula Off-Road
  • Sa. 05.04., 18:00, Das Erste
    Sportschau
  • Sa. 05.04., 18:25, Motorvision TV
    US Pro Pulling
  • Sa. 05.04., 18:30, Das Erste
    Sportschau
  • Sa. 05.04., 18:45, Motorvision TV
    US Pro Pulling
» zum TV-Programm
6.89 24030830 C0504054512 | 5