Coleman (Tech3): KTM-Zusammenarbeit 2027 ist Plan A

Von Thomas Kuttruf und Silja Rulle
Richard Coleman in Valencia am Tech3-Kommandostand

Richard Coleman in Valencia am Tech3-Kommandostand

Bei Red Bull KTM Tech3 übernimmt mit Saisonstart 2026 eine neue Mannschaft. Der künftige Teamchef Richard Coleman über die Zukunft mit KTM: «Plan A auf beiden Seiten ist, über 2026 hinaus weiter zusammenzuarbeiten.»

Beim MotoGP-Saisonfinale in Valencia endete für das Tech3-KTM-Team eine Ära – und eine neue begann. Mit dem Ende der Saison 2025 hat sich der bisherige Teambesitzer und Macher Hervé Poncharal aus seiner aktuellen Rolle zurückgezogen. Ab 2026 wird er zwar noch beratend involviert sein und wohl auch hin und wieder an der Rennstrecke sein, aber federführend übernimmt nun ein Konsortium um den früheren Formel-1-Teamchef Günther Steiner das französische KTM-Satellitenteam. Steiner übernimmt als CEO, das Tagesgeschäft an der Strecke führt als Teamchef der frühere Rennfahrer und Geschäftsmann Richard Coleman.

Im Interview mit SPEEDWEEK.com verriet der künftige Teamchef Coleman: «Die ersten Gespräche mit KTM hatten wir schon im Mai und wir sind natürlich während des gesamten Übernahmeprozesses in Kontakt geblieben.» Offiziell wurde die Partnerschaft Anfang September rund um das Rennwochenende in Barcelona, bereits im späten Frühjahr führte man erste Gespräche. Coleman: «Seitdem ist es natürlich von etwas Hypothetischem zu etwas geworden, dass wirklich passiert. Wir hatten viele sehr konstruktive Gespräche mit Jens und Pit.» Gemeint sind KTM Head of Motorsport Road Racing Jens Hainbach und KTM Racing-Chef Pit Beirer.

Coleman: «Sie haben uns sehr gut auf dem Laufenden gehalten, wie der Stand in Bezug auf das Programm für 2027 ist. Es gibt auch viel Rückmeldung an uns von den Inhabern. Da ist vielleicht einiges ein bisschen aus dem Kontext gerissen worden, weil nicht alles auch wirklich etwas mit der MotoGP zu tun hat. Sie haben uns sehr gut auf dem Laufenden gehalten. Ich habe Gottfried (Konzernchef Neumeister, Anm.) in Barcelona getroffen, Günther (Steiner, Anm.) ist nach Österreich gefahren. Wir sind da sehr bemüht. Plan A auf beiden Seiten ist, über 2026 hinaus weiter zusammenzuarbeiten. Aber es ist noch sehr früh.»

Mit einem Lachen setzt Coleman nach: «Ich bin noch nicht mal an meinen eigenen Schreibtisch angekommen. Die Liste mit Punkten ist also sehr lang.» Die Truppe rund um Coleman und Steiner war in der zweiten Saisonhälfte immer wieder vor Ort, um die MotoGP und das Team weiter besser kennenzulernen – aber bis zum Saisonstart 2026 ist noch viel zu tun. Mit einer klaren Perspektive Richtung 2027 aber, so scheint es...

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