MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Sieger Marc Márquez: Die Abenteuer in der 1. Runde

Von Günther Wiesinger
Sieger Marc Márquez vor Dovizioso (04) und Lorenzo

Sieger Marc Márquez vor Dovizioso (04) und Lorenzo

Weltmeister und WM-Leader Marc Márquez räumt mit 40 Jahre alten Rekorden auf und bringt die Gegner durch dauernde Glanzleistungen zum Verzweifeln.

Marc Márquez hat in diesen Jahr schon Start-Ziele-Siege hingelegt, aber in Le Mans musste er gehörig schuften, ehe in Runde 14 endlich an Valentino Rossi vorbei kam, um dann den fünften Saisonsieg hintereinander einzufahren und wieder ein paar Rekorde einzustreifen.

Zum Beispiel: Mit 21 Jahren hat noch kein Vorgänger fünf Rennen in der Königsklasse in Serie gewonnen. Der jüngste war bis heute Mike Hailwood. Seit Giacomo Agostini 1972 hat kein Fahrer in der Königsklasse die ersten fünf Saisonrennen für sich entscheiden. Und seit Mick Doohan 1997 hat kein Fahrer mehr fünf Rennen hintereinander von der Pole-Position gewonnen. Und das sind auch schon wieder 17 Jahre...

In der WM zeichnet sich ein langweiliger Alleingang ab, Dani Pedrosa liegt als WM-Zweiter schon 42 Punkte zurück, Rossi, 44 Punkte.

Marc, das war eine mühselige erste Runde für dich, ein bisschen ungewohnt?

Ja, meine erste Runde war kein Meisterwerk, besonders in den ersten Kurven habe ich Fehler gemacht. Ich bin zu vorsichtig ans Werk gegangen und wurde von einigen Gegnern überholt. Richtig brenzlig wurde es, als mich Lorenzo geschnappt hat. Er hat das Motorrad sehr stark abgebremst; ich sah, dass ich zu dicht hinter ihm war, es drohte ein Auffahrunfall, also habe ich die Maschine aufgerichtet und bin einen Umweg gefahren. Als ich auf die Ideallinie zurückgekehrt bin, sah ich, dass Valentino und die anderen Topfahrer weit weg waren.
Ich habe die Spitze im Auge behalten, so gut es ging, danach habe ich einen Fahrer nach dem andern überholt.
Als ich Valentino eingefangen habe, habe ich einen Kampf erwartet, aber ihm ist ein Fehler passiert, danach konnte ich einen Abstand herausfahren.

Es sah so aus, als habe dir dieses Rennen mit all den Fights richtig Spass gemacht?

Ja, so etwas gefällt mir. Und ich wusste vor dem Rennen, dass ich hier nicht 28 Runden lang führen kann. Das ist eine lange Distanz. Gleichzeitig war es nicht mein Plan, am Anfang nur an neunter oder zehnter Stelle rumzufahren. Aber ich habe mich hier sehr wohl gefühlt.

In zwei Wochen geht’s nach Mugello. Dort bist du im Vorjahr am Freitag mit 338 km/h gestürzt, im Rennen bist du auch runtergefallen.

Ja, in Mugello hatte ich 2013 viel Mühe. Ich denke, Valentino wird dort sehr stark sein, es ist sein Heimrennen. Auch Jorge war dort immer extrem schnell. Dani darf man nicht vergessen. Wir werden auf jeden Fall um den Sieg fighten. Wenn das nicht klappt, müssen wir einen Podestplatz anpeilen.
Wir werden nicht jedes Rennen gewinnen... Manchmal müssen wir uns mit Rang 2 oder 3 anfreunden.

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