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Sylvain Guintoli: Dem Tod von der Schippe gesprungen

Von Kay Hettich
Wie kein anderer Pilot durchlebte Sylvain Guintoli 2016 die volle Bandbreite der Emotionen. Der Yamaha-Pilot und Weltmeister von 2014 verlässt die Superbike-WM als WM-Elfter hoch erhobenen Hauptes.

Sylvain Guintoli hat in der Superbike-WM einiges mitmachen müssen. Von lahmen Kundenmotorrädern und pfeilschnellen Werksbikes hat der Franzose seit 2009 beinahe jedes Motorrad bewegt. Von Suzuki über Ducati zu Aprilia, Honda und Yamaha.

Obwohl der 34-Jährige mit Aprilia 2014 Weltmeister wurde, war er selten so euphorisch wie bei seinem Wechsel zu Yamaha für die Superbike-WM 2016. Die brandneue R1 hatte in jeder nationalen Meisterschaft, aber auch in der Endurance-WM, überzeugt.

Für Guintoli bedauerlicherweise aber nicht 2016 in der Superbike-WM.

Obwohl die Saison beim Saisonauftakt auf Phillip Island mit einem sechsten Rang vielversprechend begann – und im zweiten Lauf steigerte sich der neunfache Laufsieger sogar auf den fünften Platz! Guintoli musste aber bis zum Finale in Katar warten, bis er dieses Finish toppen konnte und als Dritter das erste und einzige Podium für Yamaha einfahren konnte.

Die Zeit dazwischen war für den vierfachen Familienvater düster. In Imola stürzte er in der Superpole per Highsider und brach sich einen Rückenwirbel, das Steißbein, drei Rippen (die nach außen standen) und mehrfach das Fußgelenk. «Ich lag einen Monat lang im Bett und konnte mich nicht rühren. Das war ein sehr schlimmer Sturz, ich bin dem Tod gerade so von der Schippe gesprungen», gab Guintoli nach über viermonatiger Rennpause (er verpasste die Meetings in Imola, Malaysia, Donington, Misano und Laguna Seca) zu.

Obwohl Guintoli als WM-Elfter (141 Punkte) mit einem Podium, fünf Top-5- und 14 Top-10-Platzierungen trotzdem erfolgreicher war als sein Teamkollege Alex Lowes, wurde er von seinem Pata Yamaha Team für 2017 aussortiert.

Guintoli unterschrieb daraufhin im Suzuki-Werksteam für die BSB 2017 und wird dort die neue GSX-R 1000RR auf Erfolg trimmen. Ein Wiedersehen mit dem Superbike-Weltmeister von 2014 ist nicht ausgeschlossen.

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