MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Ducati beschuldigt Kawasaki: «Sie bauen Spezialbike»

Von Ivo Schützbach
Mit dem Bau der Panigale V4R hat Ducati die Messlatte in der Superbike-WM deutlich nach oben gelegt. Aruba-Chef Stefano Cecconi kann nicht nachvollziehen, weshalb sich andere Hersteller aufregen.

Die Kombination aus dem langjährigen MotoGP-Piloten Alvaro Bautista und der neuen Ducati Panigale V4R war bislang fast unschlagbar, der Spanier gewann von den ersten 16 Rennen in der diesjährigen Superbike-WM 13, zuletzt stürzte er in Jerez im zweiten Hauptrennen in Führung liegend.

Dass Ducati diese Erfolgsserie alleine Bautista zu verdanken hat, zeigen die Ergebnisse der anderen V4R-Piloten: Werksfahrer Chaz Davies eroberte drei Podestplätze, aber noch keinen Sieg. Michael Ruben Rinaldi aus dem Barni-Team hat einen vierten Platz als bestes Ergebnis vorzuweisen, Eugene Laverty (Team Go Eleven) zwei sechste Ränge.

Ducati hat mit der V4R das Reglement ausgereizt, sicher. Letztlich handelt es sich aber um eine normale, unlimitierte Serienmaschine um 40.000 Euro.

«Der Markt verlangt nach extremen Bikes, deshalb sehe ich keinen Grund, weshalb nicht auch alle anderen Hersteller solche Motorräder bauen sollen», sagte Ducati-Teamprinzipal Stefano Cecconi gegenüber SPEEDWEEK.com. «Der Markt hat sich verschoben. Früher haben die Leute Sportmotorräder gekauft, heute möchten sie extreme Bikes, die für die Rennstrecke geeignet sind. Wir waren uns sicher, dass die Leute eine extreme Ducati kaufen würden. Ich bin mir aber nicht sicher, wie erfolgreich andere Hersteller in diesem Segment sein können. Bauen kann jeder Hersteller solche Maschinen, weil es ja nur 500 Stück für eine Homologation braucht.»

Der Aruba-Chef weiter: «Für mich sind limitierte Spezialeditionen oder Halb-Prototypen nicht im Sinn der Superbike-WM. Ich würde deshalb immer so viele Motorräder bauen, wie man verkaufen kann – so wie wir es mit der V4R machen. Deshalb stimme ich Jonathan Rea nicht zu als er sagte, dass Ducati ein Spezialmotorrad für die Superbike-WM gebaut hat. Seine eigene RR-Version von Kawasaki ist viel spezieller, das ist eine limitierte Auflage. Sein Motorrad wurde in einer Auflage von 500 Stück ausschließlich für die Homologation produziert. Ducati baute ein ganz normales Straßenmotorrad, das auch 5000 Mal verkauft werden kann, ohne Geld zu verlieren. Was Ducati tut, entspricht mehr dem Geist der Superbike-WM, als solche Spezialhomologationen.»

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