MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Pascal Wehrlein: «Finde es schade für Timo Scheider»

Von Andreas Reiners
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Am vergangenen Mittwoch wurde Audi für den Funkspruch-Skandal beim zehnten Saisonrennen in Spielberg bestraft. Unter anderem mit einer Rekordgeldstrafe in Höhe von 200.000 Euro sowie zwei Rennen Sperre für Timo Scheider.

Der zweimalige Champion hatte nach der Funkanweisung von Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich («Timo, schieb ihn raus») Robert Wickens und Pascal Wehrlein in der letzten Runde von der Strecke geschubst. Ein wenig hatte man bei Mercedes im Rahmen der Verhandlung wohl auch darauf gehofft, dass vor allem Wehrlein zumindest einen Teil der Punkte zurückerhält.

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls lag er immerhin auf Rang sechs. Das wäre auch theoretisch möglich gewesen, das Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes beließ es aber bei den durchaus drakonischen Strafen gegen die Ingolstädter. Wehrlein und Mercedes bringen die allerdings im Titelkampf nichts.

Wehrlein hat vor dem elften Saisonlauf nun 18 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Mattias Ekström. Der 20-Jährige will aber sowieso auf der Strecke zurückschlagen. «Ich habe mir nicht gewünscht, die Punkte zurückzubekommen, weil ich mir die Punkte auf der Strecke zurückholen möchte», kündigte der Youngster in der ARD an.

Den Skandal hat er endgültig abgehakt, nachdem kurz nach Spielberg einige verbale Giftpfeile in Richtung Audi und Scheider geflogen waren. Scheider hatte vor allem in den sozialen Netzwerken einiges an verbaler Prügel einstecken müssen. «Für den Timo finde ich es sehr schade. Es sind wirklich sehr viele negative Kommentare gewesen, die auch nicht sein müssen. Es war eine unfaire Aktion von Audi oder speziell von zwei Personen. Aber sie haben ihre Strafe bekommen und jetzt hoffe ich, dass der Fall wirklich erledigt ist», sagte Wehrlein.

«Dass sich bei Mercedes der Applaus in Grenzen hält, wenn man die Punkte nicht zurückbekommt, ist klar. Aber die Einstellung ist richtig: Zurück zum Sport», sagte ARD-Experte Norbert Haug.

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