MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Ärger für Daniel Ricciardo: Schmerzliche Strafe

Von Rob La Salle
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

Nicht nur, dass die rote Flagge im zweiten Training zum Australien-GP Daniel Ricciardos Zeitenjagd vereitelte. Die Unterbrechung bescherte dem Red Bull Racing-Star auch eine schmerzliche Strafe.

Daniel Ricciardo muss mit einer Hypothek in sein Heimspiel und damit in die neue Formel-1-Saison starten: Der Red Bull Racing-Star wird in der Startaufstellung zum Australien-GP um drei Startplätze zurückversetzt, weil er zu schnell unterwegs war, als im zweiten freien Training die rote Flagge geschwenkt wurde.

Die Unterbrechung erfolgte, nachdem sich eine Leitung des Zeitmess-Systems auf der Start-Ziel-Geraden gelöst hatte, das entfernt werden musste (die Rennleitung griff auf ein alternatives System zurück). Pech für Ricciardo der gerade dabei war, seinen schnellen Versuch mit wenig Sprit an Bord und den weichsten Reifen zu absolvieren, als die rote Flagge gezeigt wurde.

Ricciardo verschwand daraufhin in der Box, wo eifrig an seiner Vorderradaufhängung geschraubt wurde. Bis zum Trainingsende liess er sich deshalb auch nicht mehr auf der Piste blicken. Hinterher erklärte er gewohnt fröhlich: «Ich war nicht allzu enttäuscht, als ich die rote Flagge sah, denn meine Runde war ohnehin nicht so überragend.» Da wusste er noch nicht, dass ihm die Regelhüter kurz darauf eine Strafe aufbrummen würden, weil er auf dem Weg zurück zur Box etwas zu flott unterwegs gewesen war.

Die Rennkommissare Tim Mayer (USA), Enzo Spano (Venezuela), Emanuele Pirro (Italien) und Steve Chopping (Australien) analysierten den Speed des Australiers mittels Telemetrie, Video-Aufnahmen und GPS und verpassten es auch nicht, die Aussage des Piloten selbst dazu anzuhören. Die Beweise zeigten zwar, dass der 28-Jährige beim Weg zurück zur Box viel Speed rausnahm und folglich auch deutlich langsamer als zuvor unterwegs war. Doch in den letzten beiden Mini-Sektoren blieb er knapp unter der vorgeschriebenen Mindestzeit.

Die vorgeschriebene Mindestzeit, die eingeführt wurde, um die Fahrer dazu zu zwingen, genügend Speed rauszunehmen, wenn die Situation an der Strecke es erfordert, wird von den Regelhütern sehr ernst genommen. Dennoch entschieden sie sich, von der üblichen Strafe abzuweichen und Ricciardo «nur» eine Strafversetzung um drei Startpositionen sowie zwei Strafpunkte aufzubrummen. Die Begründung: Der Rennfahrer habe zwar einen Fehler gemacht, dieser habe allerdings zu keiner gefährlichen Situation geführt, da Ricciardo deutlich verlangsamte.

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