MotoGP: Neidischer Blick auf die Formel 1
Das MotoGP-Fahrerfeld beim Saisonfinale in Valencia
Durch die mehrheitliche Übernahme der MotoGP durch Liberty Media aus den USA sollen bald noch mehr Millionen in der Motorrad-Königsklasse sprudeln. Es gibt enormes Interesse an Anteilen an den bestehenden MotoGP-Teams. Die Protagonisten des MotoGP-Paddocks spekulieren längst laut über mögliche Mega-Deals.
Bei KTM hat CEO Gottfried Neumeister gegenüber SPEEDWEEK.com die Bekanntgabe eines Investoren-Deals noch vor Weihnachten angekündigt. Die Macht und die Entscheidungskraft bleiben weiter beim Hersteller, das machte KTM zur Bedingung. Im Hintergrund wird aktuell noch verhandelt. Was bislang durchgedrungen ist: KTM beziffert den Wert des Red Bull KTM-Rennstalls sehr selbstbewusst.
In der Formel 1, schon lange in der Hand von Liberty Media und in einer enormen Wachstumsphase, sprudeln die Millionen im Moment wie nie zuvor. Ein Beispiel für erfolgreiche Einbindung von Investoren ist das Mercedes-Team, wo nur rund 33 Prozent im Hause Mercedes Benz angesiedelt sind. Der Rest der Anteile gehört Toto Wolff (von seinen 33 Prozent gingen kürzlich 15 Prozent an Unternehmer George Kurtz) und dem Ineos-Konzern, die sich über die phänomenale Wertsteigerung freuen.
Aber wie hat sich der Wert der Formel-1-Teams zuletzt konkret entwickelt? Eine US-Studie zeigt: Wertvollstes Team ist im Moment die Scuderia Ferrari – die Analysten sprechen aktuell von etwa 6,4 Milliarden US-Dollar, Ferrari liegt damit auf Augenhöhe mit dem Fußballverein Real Madrid. Mercedes AMG Petronas wird mit 5,9 Milliarden bewertet.
Die Wertsteigerungen sind schier unfassbar. Sogar Teams wie Sauber oder Alpine, die Schlusslichter der Konstrukteurs-WM, haben von 2024 auf 2025 etwa 600 Millionen an Wert gewonnen. Der Wert von McLaren hat sich durch die Erfolge im selben Zeitraum fast verdoppelt – von 2,7 auf 4,7 Milliarden Dollar. Mercedes stieg von 3,9 auf 5,9 Milliarden. Dazu kommt: Die Mercedes-Truppe von Toto Wolff ist zudem der größte Gewinner der Saison 2024, wo der Überschuss aus der Geschäftstätigkeit am Ende 152 Millionen betrug.










