Motocross-Skandal: Hund auf der Strecke

Chris Walker kehrt mit 50 auf WM-Bühne zurück

Von Helmut Ohner
Chris Walker kann's auch mit über 50 Jahren nicht lassen

Chris Walker kann's auch mit über 50 Jahren nicht lassen

Auch im für einen Rennfahrer fortgeschrittenen Alter von 50 Jahren kann sich Christ Walker nicht zum Rücktritt entschließen. Der Brite fährt heuer für das Team ADSS Kawasaki in der Endurance-Weltmeisterschaft.

Chris Walker ist kein Unbekannter im Langstreckenrennsport. 1999 gehörte der Engländer neben dem Schotten Steve Hislop und dem Franzosen Bertrand Sebileau dem siegreichen Kawasaki-Team an. 24 Jahre später wird der dann 51-jährige Walker als Ergebnis eines Junggesellenabschieds an die Stätte seines Erfolges zurückkehren und für das britische Team ADSS Kawasaki in der Superstock-Klasse am Start stehen.

«Ein paar meiner Freunde fahren in der Superstock-Klasse der Endurance-WM, und nach einem Junggesellenabschied vor Weihnachten, bei dem wir das Boot Camp von Colin Edwards besuchten, schuldete mir einer von ihnen hundert Pfund, also habe ich scherzhaft zu ihm gesagt: <Mach dir keine Sorgen, steck es in die Reifenrechnung für Le Mans>, und das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich in der Endurance-WM wieder auf einer Kawasaki sitzen werde», erzählte der Publikumsliebling aus der Grafschaft Nottinghamshire den Kollegen von BikeSocial wie es zur überraschenden Verpflichtung mit dem Team von Teammanager Roy Holder kam.

Walker blickt auf eine lange Karriere zurück, die ihn über Anfänge im Moto Cross über die heimische Superbike-Meisterschaft (BSB) bis in die Halbliter-Weltmeisterschaft, die er 2001 auf dem 20. Platz beendete, und später in die Superbike-WM, wo er in seinem 131. Rennen im strömenden Regen in Assen den ersten Lauf für sich entscheiden konnte, brachte. Danach kehrte er wieder in die BSB zurück. Nach dem Rückzug seines Teams versuchte er sich einige Jahre mit beachtlichen Ergebnissen auch als Seitenwagen-Pilot, bevor er 2021 den Ducati Tri-Options-Cup bestritt und mit zwei Siegen, acht Podiumsplatzierungen und dem zweiten Endrang zeigte, dass er nichts verlernt hatte.

«Ich liebe den Rennsport, das Kribbeln vor jedem Rennen und das Gefühl an der Startlinie zu stehen immer noch, außerdem bin ja nie offiziell zurückgetreten», erklärte Walker mit einem verschmitzten Lächeln. «Heutzutage wäre ich mit meinen 50 Jahren nicht mehr in der Lage in der BSB Woche für Woche konkurrenzfähig zu sein, aber ich bin fest davon überzeugt, im Langstreckenrennsport noch meine Leistung bringen zu können.»

Termine Endurance-WM 2023
13. – 16.04. 24h Le Mans (Frankreich)
15. – 18.06. 24h Spa-Francorchamps (Belgien)
04. – 06.08.
8h Suzuka (Japan)
14. – 17.09. Bol d‘Or (Frankreich)

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Dr. Helmut Marko: Max-Faktor entscheidend in Imola

Von Dr. Helmut Marko
​Exklusiv für SPEEDWEEK.com: Dr. Helmut Marko, Motorsportberater von Red Bull, analysiert Imola – unerwartete Probleme im Training, wie Max Verstappen doch Pole und Sieg eroberte.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mi.. 22.05., 23:00, Eurosport 2
    Motocross: FIM-Weltmeisterschaft
  • Mi.. 22.05., 23:15, Hamburg 1
    car port
  • Mi.. 22.05., 23:30, Motorvision TV
    New Zealand Jetsprint Championship
  • Mi.. 22.05., 23:30, Eurosport 2
    Motocross: FIM-Weltmeisterschaft
  • Do.. 23.05., 01:15, Motorvision TV
    Mission Mobility
  • Do.. 23.05., 01:40, Motorvision TV
    On Tour
  • Do.. 23.05., 01:45, Hamburg 1
    car port
  • Do.. 23.05., 02:35, Motorvision TV
    Car History
  • Do.. 23.05., 03:45, Hamburg 1
    car port
  • Do.. 23.05., 04:40, Motorvision TV
    Formula E Street Racers
» zum TV-Programm
11