Formel 1: Keine Strafe für Lewis Hamilton

James Allison erklärt: Warum Bottas mehr Sorgen hatte

Von Rob La Salle
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

Im zweiten Saisonlauf in Bahrain hatte Valtteri Bottas sehr viel mehr Mühe als sein Silberpfeil-Teamkollege Lewis Hamilton. Mercedes-Technikchef James Allison weiss: «Das hatte mehrere Gründe.»

Nach seiner starken Leistung beim Saisonauftakt in Australien tat sich Melbourne-Sieger Valtteri Bottas in der Wüste von Bahrain deutlich schwerer. Der Mercedes-Pilot erwischte im GP zwar einen guten Start und konnte bereits in der ersten Runde an seinem Teamkollegen Lewis Hamilton und Ferrari-Talent Charles Leclerc vorbeiziehen, doch nur einen Umlauf später fiel er wieder auf die vierte Position zurück. Am Ende durfte er sich – dank des Pechs der roten Konkurrenz – dann doch noch über den zweiten Platz freuen. Doch glücklich sah der vierfache GP-Sieger nicht aus.

Denn im Rennen tat sich der Finne deutlich schwerer als der fünffache Weltmeister im zweiten Silberpfeil, und damit hatte das Mercedes-Team nicht gerechnet, wie Technikchef James Allison rückblickend erklärt: «Nach der wirklich starken Melbourne-Vorstellung war es auch für uns eine kleine Überraschung, dass er in Bahrain ein so hartes Rennen hatte. Nach dem Zieleinlauf klagte er, dass sich sein Auto nicht gut angefühlt habe und die Balance nicht gut war. Er hatte in jeder Kurve zu kämpfen und konnte keinen guten Rhythmus finden.»

«Es ist natürlich schwer zu sagen, warum er sich in der Wüste so schwer tat. Ich denke, am Renntag war es für alle nicht einfach, denn es war sehr, sehr windig. Die Bedingungen waren sehr schwierig, denn auf diesem Asphalt werden die Reifen ohnehin schon stark gefordert, speziell die Hinterreifen. Deshalb wird das Auto immer schwieriger zu fahren, je älter die Reifen werden. Und wenn man ein solches Rennen hat, in dem einem der Wind zusetzt, die Streckenbedingungen knifflig sind und die Reifen stark abbauen, können kleine Dinge einen grossen Performance-Unterschied ausmachen», weiss der Ingenieur.

«Das ganze summiert sich und ein kleiner Reifenschaden in der einen oder anderen Kurve kann am Ende die ganze Performance des Autos kosten, was sich dann natürlich auch auf der Stoppuhr bemerkbar macht», betont Allison. «Es ist fast ein Spiegelbild von dem, was wir in Melbourne erlebt hatten. Es war also nicht nur ein einzelner Grund, der Bottas eingebremst und zur enttäuschenden Performance geführt hat, für die Bottas im nächsten Rennen bestimmt Wiedergutmachung leisten will.»

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