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Esteban Gutiérrez: Haas-Vertrag in Mexiko offiziell

Von Mathias Brunner
Esteban Gutiérrez hat gut lachen

Esteban Gutiérrez hat gut lachen

​Alles deutet darauf hin, dass Ferrari-Testfahrer Esteban Gutiérrez das zweite Cockpit beim neuen Haas-Team erhält. Offiziell wird das aber erst vor dem Grossen Preis von Mexiko.

Wenn sich Europa schon wieder zu Bett begibt, erwachen die Strassen der Musikstadt Austin zum Leben. Hunderte strömen heute Donnerstag Abend zur Rainey Street, aber mit Live-Musik hat das dieses Mal nichts zu tun – die Fans besuchen das so genannte Fan-Forum, eine Plattform zum Gedankenaustausch für jedermann.

Den Fragen der Fans stellen sich dort Alexander Rossi, Daniel Ricciardo, Felipe Massa, Nico Hülkenberg sowie der Südtiroler Günther Steiner, Teamchef des neuen Formel-1-Teams von Rennstallbesitzer Gene Haas.

Dabei wird Steiner garantiert auch die Frage gestellt erhalten, wer denn nun das zweite Auto neben Romain Grosjean bekommen werde.

Offiziell wird das an diesem Wochenende im Rahmen des USA-GP in Austin (Texas) nicht, der Rennstall wird werbewirksamer ein paar Tage warten: Denn der neue Fahrer wird Esteban Gutiérrez heissen.

Steiner sagt vor dem Austin-GP: «Es wird ein Pilot sein, der sich mit der aktuellsten Ausgabe der Turbo-Renner auskennt.»

Ein Haken hinter Gutiérrez: Der Mexikaner aus Monterrey hat in diesem Jahr den 2015er Ferrari gefahren.

Steiner meint auch: «Geld spielt natürlich immer eine Rolle, weil dieser Sport nun mal viel Geld kostet.»

Ein zweiter Haken hinter Gutiérrez: Nicht nur Ferrari ist Steigbügelhalter für Gutiérrez: der langjährige Sponsor Telmex (Telekommunikation, in Besitz der reichsten Familie der Welt, von Carlos Slim Helú und seinem Sohn Carlos Slim Domit) soll 15 Millionen Dollar für den Wechsel zu Haas beitragen. Ob auf dem Haas für Claró (drahtlose Dienste) geworben wird oder für eine andere Marke aus dem Firmenimperium der Familie Slim, ist noch nicht klar.

Steiner sagt auch: «Nordamerika ist doch eine schöne Herkunft für einen GP-Piloten.»

Selbst wenn der eine oder andere Leser einwerfen wird, Mexiko liege doch in Mittelamerika: Mexiko gehört geographisch zu Nordamerika.

Teambesitzer Gene Haas hatte davon gesprochen, dass man einen erfahrenen Mann suche, der zweite Fahrer stamme wohl von Ferrari. Der Mann mit Routine ist Grosjean, beim Mann von Ferrari konnte es sich nur um Gutiérrez oder den Franzosen Jean-Eric Vergne handeln. Aber Gutiérrez ist für Haas wertvoller als Vergne: Mexiko ist ein Boom-Markt – für die eigenen Werkzeugmaschinen für die Sportwagen von Partner Ferrari.

Gutiérrez im Haas-Renner, das hat auch den Segen von Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone: Zwei Mexikaner im Feld, das passt zur Rückkehr des Mexiko-GP.

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