MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Rosberg leidet mit Räikkönen: «Kenne das von Lewis»

Von Otto Zuber
Der frühere GP-Pilot Nico Rosberg ist als TV-Experte im Fahrerlager von Shanghai unterwegs. Der Deutsche litt mit Ferrari-Star Kimi Räikkönen, der die Pole verpasste, weil sein Teamkollege Sebastian Vettel schneller war.

«Ich bin jetzt neutral und gehöre nicht mehr zu Mercedes. Deshalb bin ich in erster Linie für Action und dafür, dass der Beste gewinnt», stellte Nico Rosberg im Fahrerlager von Shanghai klar, als er bei den Kollegen des britischen Fernsehsenders Sky zur Qualifying-Analyse vor die Linse trat. Der Deutsche hatte vor dem Abschlusstraining auf RTL noch verraten, dass er sein Geld auf Lewis Hamilton setzen würde, wenn er müsste. «Zum Glück bin ich kein Zocker», erklärte er hinterher grinsend.

Denn die Jagd nach der besten Rundenzeit entschied Ferrari-Star Sebastian Vettel für sich. Der Landsmann von Rosberg war sowohl im dritten freien Training als auch im Qualifying der schnellere der beiden Ferrari-Stars, nachdem sein Teamkollege Kimi Räikkönen am Trainingsfreitag noch die Nase vorn gehabt hatte. Am Ende fehlten dem Weltmeister von 2007 nur 87 Tausendstel auf die Bestzeit seines Stallgefährten.

Rosberg kennt diese Situation nur allzu gut, wie er betont: «Für Kimi war das zum Verzweifeln, da kenne ich mich aus, denn ich habe das mit Lewis genauso erlebt. Ich weiss also genau, wie es ist, wenn man das ganze Wochenende vorne ist und der Teamkollege dann eine solche Runde auspackt. Da habe ich natürlich Mitleid mit Kimi.»

Der Champion von 2016 lobt aber auch: «Sebastian war unglaublich stark unterwegs, als es darauf ankam, er hat wieder eine super Leistung gezeigt und alles auf den Punkt gebracht, das war eine super Leistung. Es ist aber auch unglaublich, dass Ferrari derart stark war und Mercedes keine Chance hatte. Ich denke, die verstehen das selbst nicht.»

«Der grosse Unterschied von einer halben Sekunde muss am Reifen liegen, es herrschten auch sehr extreme Bedingungen mit dieser Kälte, mit der Ferrari offenbar etwas besser zurechtgekommen ist», fügte Rosberg an, und seufzte: «Jetzt kann Mercedes nicht mehr so viel machen, denn die Autos gehen ins Parc Fermé und das Set-up darf nicht mehr verändert werden. Man kann am Sonntag vor dem Rennen noch den Frontflügel etwas anpassen, aber die Abstimmung steht.»

Dennoch will er seinem früheren Brötchengeber die Chance auf den Sieg noch nicht absprechen, wie Nico betonte: «Es ist noch ein langer Weg und es kann sehr viel passieren. Ausserdem sollte es deutlich wärmer werden, vielleicht funktioniert der Mercedes dann etwas besser. Ich denke, Ferrari hat die Lektion von Bahrain gelernt und deshalb werden die einen Stopp machen. Wenn Mercedes nicht deutlich zulegt, dann wird es sicherlich schwierig für die Silberpfeile.»

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